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Naturlandschaft Plauer See

Luftbild Stadtwald Plau am See
Luftbild Stadtwald Plau am See

Tourismus

Plauer Stadtwald

Der Plauer Stadtwald ist ein 315 Hektar großes Gebiet und ist seit 1996 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.Ein Wanderweg führt durch den Wald. Vom Kletterpark aus geht der Weg zum Hofstätter Moor. Über dieses Moor führt ein langer Holzsteg zur anderen Seite. Der Name des Moores stammt von einer mittelalterlichen Siedlung. Die hier im Wasser stehenden Bäume heißen Schwarzerlen. Der anschließende Burgwall ist umgeben von Buchen. An dieser Stelle hatten vor tausend Jahren Slawen eine Siedlung in der geschützten Lage zwischen den kleinen Seen und Mooren errichtet.
In direkter Lage befindet sich der Burgsee – ein Kleinod der Tierwelt. Neben dem Eisvogel kann man zahlreiche Libellenarten – bis zu 30 verschiedene wurden schon gezählt – hier beobachten. Aber auch Schwarzspecht, Hohltaube, Schellente oder Siebenschläfer haben ihre Heimat im Stadtwald. Der Lökengrund ist ein von Wasser durchströmtes Moor, welches sich in einer Senke befindet. Wer aufmerksam durch den Plauer Stadtwald geht, kann also so manche Naturschönheit entdecken.

Luftbild Plau und Umgebung
Plau am See

Plauer See

Der Plauer See ist mit seiner Fläche von rund 39 km² sowie einer Nord-Süd-Ausdehnung von 14 km, der drittgrößte See in Mecklenburg-Vorpommern und der siebtgrößte Binnensee Deutschlands. Die größte Tiefe beträgt 25 Meter, die mittlere Tiefe liegt bei 6,8 Meter.
Eine gute Infrastruktur und geschützte Buchten, machen in diesem Revier die Ausübung des Wassersports in allen Formen interessant. Der Plauer See ist aber auch ein sensibler Naturraum und einer der wertvollen mäßig nährstoffarmen Seen Mecklenburg-Vorpommerns. Er ist Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“.

Eine freiwillige Vereinbarung verknüpft die Interessen von Wassersport und Naturschutz sinnvoll miteinander. Für besonders sensible Bereiche wurden Verhaltensregeln zum Ankern, Anlegen, Baden, Angeln sowie zum Schutz vor Lärm und Wellenschlag formuliert.
Durch das Nebeneinander von Flach- und Tiefwasserbereichen, verbunden mit einer verhältnismäßig großen Sichttiefe, verfügt der Plauer See über eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt.

Naturpark Nossentiner Heide
Plau am See

Nordufer Plauer See

Ein weiteres Naturschutzgebiet ist das Nordufer des Plauer Sees zwischen den Orten Karow und Alt Schwerin. Dieses 631 Hektar große Gebiet steht seit 1960 unter Naturschutz. Inzwischen ist es gemäß EU-Recht als Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet eingestuft. Das Schutzgebiet umfasst neben dem Nordufer des Plauer Sees mit dem Samoter SeeMoorochsePlauerSeeNaturpark, dem Rohrsee und dem Plumsee auch mehrere kleinere Gewässer und ein Durchströmungsmoor. Der Torf wurde lange Zeit abgebaut und als Brennmaterial für eine Glashütte und Ziegeleien in der Umgebung verwendet. Die Seen im nördlichen Gebietsteil sind von einem breiten Gehölzgürtel gesäumt mit Schwarz-Erle und Weide.

Rohrdommel, Kranich, Eisvogel, Raubwürger, Bekassine, Beutelmeise und Kormoran sind Brutvögel im Schutzgebiet. Zahlreiche Enten- und Gänsearten nutzen im Frühjahr und Herbst die offenen Flächen zum rasten. Zahlreiche Fledermausarten können beobachtet werden, darunter Großer Abendsegler, Wasserfledermaus, Fransenfledermaus, Zwergfledermaus und Braunes Langohr.
Ebenso leben Fischotter in diesem Gebiet. Sehenswert sind auch die Teichrosen-Teppiche in den Verlandungsgebieten rund um den Plumsee. Einen herrlichen Ausblick ermöglicht auch der Aussichtsturm “Moorochse“.

Naturpark Nossentiner Heide
Plau am See

Naturpark Nossentiner/ Schwinzer Heide

Er erstreckt sich auf 365 km² und ist sehr dünn besiedelt. Kernstück des Naturparks ist ein riesiger Flächensander, der heute von weiten Wäldern bedeckt ist. Eingelagert sind 60 Seen mit unterschiedlichen Qualitäten: einige sind flach und nährstoffreich, andere tief und klar. Der größte Teil wird auch fischereilich genutzt. Landwirtschaft wird nur in den Randbereichen betrieben, wobei auf dem Acker Getreide, Mais und Raps angebaut wird und das Grünland meist der Mutterkuhhaltung dient.
Der gesamte Naturpark ist Europäisches Vogelschutzgebiet. So wurden bisher über 140 Brutvogelarten nachgewiesen. Neunzig andere Vogelarten treten als Durchzügler und Nahrungsgäste auf und unterstreichen die Bedeutung des Naturparks als Europäisches Vogelschutzgebiet. Herausragend sind die Vorkommen von Brutpaaren des Seeadlers, des Fischadlers und Brutpaaren der Großen Rohrdommel.

Der Naturpark ist über ein Netz von Rad-, Wander- und Reitwegen erschlossen. Auf Rundwegen und Lehrpfaden erhält man vielfältige Informationen zur Entstehung, Nutzung und Entwicklung dieser Kulturlandschaft.

Zentraler Informationspunkt ist das Kultur- und Informationszentrum Karower Meiler. Ein wesentliches Ziel der Ausstellung ist es, die Entwicklung der Kulturlandschaft im heutigen Naturpark in seinen historischen Etappen darzustellen. Die geologische Entstehung durch die Eiszeit, die Waldentwicklung und das Einwirken des Menschen auf die Landschaft werden eingehend behandelt. Viele Tiere, die in freier Natur nur schwer zu beobachten sind, können als Präparate angesehen oder über einen Computer stimmlich belauscht werden.