9. März 2026
Plauer Dachdecker bauen Dächer für alle Bedürfnisse
Ein Dach über dem Kopf für Plauer Vögel – Stadt, NABU und Handwerk ziehen an einem Strang
Die Plauer Dachdecker GmbH sorgt nicht nur für sichere Dächer über den Köpfen der Menschen – in diesem Frühjahr haben sie auch den gefiederten Bewohnern der Region ein solides Zuhause gebaut. Denn was gibt es Besseres zum Brüten als ein nachhaltig gebautes Haus mit einem stabilen Dach über dem Kopf – aus Kupfer, Zink, Aluminium oder Schiefer?
Pünktlich zum Saisonauftakt am 6. März – die Rückkehr der Vögel aus dem Süden ist unüberhörbar in vollem Gange – übergab Dachdeckermeister und Geschäftsführer Christian Kiewski die von sechs Lehrlingen und einem Gesellen während der frostigen Wintermonate gefertigten Nistkästen in den verschiedensten Größen und Ausführungen für unterschiedliche Vogelarten und Fledermäuse an Bürgermeister Sven Hoffmeister und Wirtschaftsförderin Corinna Thieme. Ein Beispiel für Handwerk mit Herz, regionale Verbundenheit und Engagement, das weit über das eigentliche Dach hinausgeht.
„Der Winter war lang und frostig – auf die Dächer konnten wir kaum. Normalerweise nutzen wir diese Zeit, um unsere Lehrlinge an Modellen üben zu lassen. Doch in diesem Jahr wollten wir zusätzlich etwas Nachhaltiges, etwas Sinnvolles schaffen – Nistkästen, von denen die Stadt und die Vögel rund um Plau noch lange profitieren können“, so Kiewski, der nicht nur seinen Beruf, sondern auch die Natur von ganzem Herzen liebt.
„Unsere Häuser haben alle sehr gute Dachkonstruktionen“, erklärt der Meister stolz. Für ihn gehören gute Materialien, solide Bauweise und Nachhaltigkeit für die Natur untrennbar zusammen. Gleichzeitig soll die Ausbildung Spaß machen, praktische Erfahrung vermitteln und den Blick über den Tellerrand öffnen. „So entsteht nicht nur ein sicheres Zuhause für die Vögel, sondern auch ein Projekt, das Verantwortung, Technik und Teamarbeit vermittelt“, ergänzt er. Die Zusammenarbeit mit Stadt, NABU und weiteren Partnern zeigt den Nachwuchshandwerkern, wie viel man gemeinsam bewegen kann.
Neben diesem Winterprojekt gab es noch ein weiteres Highlight – mit ganz kleinen Händen: der Nistkastenbau in der Kita Ganzlin. „Die Kinder waren mit Begeisterung dabei, jeder wollte den Akku-Schrauber halten“, erzählt Kiewski lachend. Für Wirtschaftsförderin Corinna Thieme, die überzeugt ist, dass man mit der Vorstellung von Berufsbildern gar nicht früh genug beginnen kann, ist das Projekt ein perfektes Beispiel: „So werden Begeisterung, praktische Fähigkeiten und der Bezug zur Natur von klein auf gefördert.“
Dass sich ein Handwerksbetrieb so engagiert, freut Thieme und Bürgermeister Hoffmeister gleichermaßen. „Wir sind hier offenbar sogar für Vögel ein attraktiver Standort“, lacht die Wirtschaftsförderin. „Mit diesen exklusiven Dächern sind unsere Vögel echte VIBs – very important birds. Solche Projekte zeigen, wie gut das Miteinander in der Stadt funktioniert: Handwerker, Stadtverwaltung und Naturschützer ziehen an einem Strang. Und genau solche Kooperationen – von der Jobbörse über Projekte mit Kitas und Schulen bis hin zu Vereinen, Unternehmen und Institutionen – sind die Grundlage für eine lebendige Stadtgemeinschaft, heute und in Zukunft.“
Für Bürgermeister Sven Hoffmeister ist dieses Projekt ein starkes Signal: „Es ist großartig, dass die Idee direkt von den Plauer Dachdeckern kam. Dieses Engagement, diese Ideen machen Plau aus. Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich aktiv für ihre Stadt einsetzen, Menschen, die an einem Strang ziehen – sie sind es, die unsere Stadt stark machen.“
Damit die neuen Unterkünfte an geeigneten Standorten platziert werden, setzt die Stadt auf die Unterstützung der örtlichen Naturschützer. „Wir sind mit Udo Steinhäuser im Austausch“, erklärt der Bürgermeister. „Geplant ist, die Kästen im Stadtwald, möglicherweise auf dem Burggelände und an weiteren geeigneten Standorten aufzuhängen.“
Die Plauer Dachdecker GmbH ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der regionalen Handwerkslandschaft. Der Meisterbetrieb wird von den Dachdeckermeistern Christian Kiewski und Marcel Lublow geführt und arbeitet an Projekten vom Einfamilienhaus bis hin zu denkmalgeschützten Gebäuden. Die Ausbildung junger Fachkräfte und die gezielte Förderung des handwerklichen Nachwuchses haben einen hohen Stellenwert. Mit mehreren Lehrlingen im Team setzen die Plauer Dachdecker bewusst auf die Zukunft des Handwerks – und darauf, Wissen, Erfahrung und Verantwortung an die nächste Generation weiterzugeben.
Verantwortung, die in diesem Winterprojekt ihre Wirkung mit dem Einzug der ersten gefiederten Mieter erst noch entfalten wird – dann, wenn fröhliches Zwitschern der Mieter erklingt.
Noch ist die Plauer Dachdecker GmbH in der Lübzer Chaussee 1 angesiedelt. Doch bald zieht der Betrieb in das neue Bau-Mischgebiet an der Güstrower Chaussee um, wo deutlich mehr Platz für Werkstatt, Lager und das wachsende Team zur Verfügung stehen wird.
Jutta Sippel


